artist portraits

Wir veröffentlichen hier Videoportraits von inländischen und ausländischen Künstlern. Es geht  um Schaffensprozesse, Werke oder um spezielle ästhetische Blickwinkel. Nobody is perfect. Im Communityteil besteht die Möglichkeit, eigene  Sichtweisen einzubringen und das redaktionelle Angebot durch eigene Inputs zu ergänzen.

Wir beginnen mit einem Videoporträt von Josef Kleindienst. Josef Kleindienst ist seit kurzem zu uns dazugestoßen. Er schreibt wunderbare Gedichte. Sein neuer Roman erscheint im August 2010 im Sonderzahl Verlag. Willkommen Josef!

 

 

 

Wer kennt Lorine Niedecker? Nicht viele. Das folgende Videoportrait  über die  amerikanische Lyrikerin erlaubt erste Einblicke.

 

HOWL - the new film about Ginsberg

Das Sundance Filmfestival eröffnete heuer mit HOWL- einem Film über den amerikanischen Dichter Allen Ginsberg von  Rob Epstein und Jeffrey Friedman. Der Film handelt über den Dichter Allen Ginsberg, der 1955 versuchte, sein Gedicht HOWL zu veröffentichen.

 

Verleger Lawrence Ferlinghetti ging für Howl ins Gefängnis, weil im Gedicht die Worte Schwanz, Arsch und Möse vorkamen. Der Prozess wurde zum nationalen Medienereignis. Nun sorgt der Film HOWL in den USA und bei der Berlinale für Kontroversen.
Besonders der Versuch, die Gedichtrezitation mit  3D-Compureranimationen zu bebildern, führte bei manchen Kritikern in deutschen Landen zu Unmut und trug dem Film den Vorwurf des Kitsches ein. Dabei krallt man sich an Details fest, und der eigentliche Wert des Filmes wird außer Acht gelassen. Ganz abgesehen davon: Wir Kunstschaffende wissen meistens im voraus, was die Herren Feuilletonisten sehen, lesen oder hören wollen. Diesem Clubzwang nicht zu entsprechen, ist oft ein bewußter Vorgang. Die Süddeutsche und Der Spiegel beurteilten den Film positiv, die New York Times ebenso. In den USA entzündete sich die Debatte rund um den Hauptdarsteller. In der Hauptrolle des jungen Allen Ginsberg zu sehen ist James Franco.

Howl - the making off

Howl

 

Der amerikanische Zeichner Eric Drooker hat  Howl 1956 in Zusammenarbeit mit Allan Ginsberg  illustriert und war auch in die gleichnamige Verfilmung von Ron Epstein involviert.

Interview Eric Drooker: Visualizing Madness: The Art of “Howl”

 

“In publishing 'Howl,' I was curious to leave behind after my generation an emotional time bomb that would continue exploding in U.S. consciousness, in case our military-industrial-nationalist complex solidified into a repressive police bureaucracy.”

 “I was also curious to see how [Eric Drooker] would interpret my work. And I thought that with today's lowered attention span TV consciousness, this would be a kind of updating of the presentation of my work . . . He really captured that sense of Moloch I was going for in the second section of 'Howl'—‘Moloch whose buildings are judgment!’”   —Allen Ginsberg